Geocaching in Apulien 2022

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04.04.2022
Rimini
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Eine Wohnwagenreise ohne Wohnwagen? Geht das? Ja, zwangsweise, wenn der Wohnwagen 1 Monat vor der Abfahrt als nicht mehr verkehrsfähig eingestuft wurde. Also fuhren wir ohne los. Was schon viele Überlegungen „Was mitnehmen“ notwendig machte, denn unser geliebter Wohnwagen hatte alles in sich, was wir benötigten.
Erste Etappe bis zu einem Vorort von Rimini (Torre Pedrera) 660 km war mit einer angenehmen Autobahnfahrt geschafft. Mit lockeren 100 km/h (gewohnt durch das Wohnwagenziehen) tuckerten wir dahin. Später wurden daraus dann 115 vom Tempomat kontrollierte km/h. Vorbei an unserem geplanten Wohnwagenziel in Bologna erreichten wir Torre Peredrera.
Das Hotel scheint sehr neu zu sein. Und schon zeigte es sich, dass Hauspatschen beim Reisen in den Süden wegen der Kachelböden ein wichtiges Utensil sind.
Und dann ging es ans Erkunden des Badeortes.

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Am Strand wurde mit Schubraupen der Sand eingeebnet. Die Holzflächen – zukünftige Caféterrassen – wurden geschrubbt, eingelassen und poliert. Sonnenschirme waren keine zu sehen. An der Strandstraße waren die wenigen Radfahrer, Läufer und Spaziergänger in Anoraks mit Hauben unterwegs. .

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Warum? Tja, es war kalter Wind und noch tote Saison. Die Geschäfte blieben heute zugesperrt und leer.
Der 1 ½-stündige Marsch mit dem Ziel eine offene Pizzeria zu finden, tat es unseren Füßen nach dem Sitzen im Auto gut. Aber auch der Magen meldete sich. Nachdem wir schon an der zweiten Apotheke vorbeigekommen waren – drehten wir um. Keine Pizzeria gefunden. Erst direkt neben dem Hotel gab es dann doch eine feine. Also endlich konnte ich meine Capricciosa und Salat genießen.
Dann gleich mal ab ins Hotel und nach einer Dusche ab ins Bett.

05.04.2022
Manfredonia
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Nach einer ausgiebigen Nachtruhe und einem feinen Frühstück sind wir zur zweiten Etappe (479 km) losgestartet. Entlang der Adria ging es flott. Im Hintergrund waren bald die schneebedeckten Apenninen zu sehen. Beeindruckend sind sie in ihrer Höhe (Gran Sasso 2912 m). Aber entlang der Küste gibt es auch schöne Abschnitte. In den Marken und Abruzzen und Molise sind die Täler von West nach Osten ausgerichtet mit dazwischen liegenden Höhenzügen. Das hatte zur Folge, dass die Autobahn immer wieder durch die Höhenzüge per Tunnel durchmusste und dann mit Brücken die Täler zu queren hatte. Gefühlt alle Tunnel und Brücken wurden renoviert, was eigentlich ununterbrochen Baustellen zur Folge hatte. Das bedeutete immer wieder einspurig, mit Fahrbahnwechsel unterwegs zu sein. Erst ab Termoli war die Autobahn weitgehend leer und gerade und eben. Bei Foggia bogen wir Richtung Gargano ab. Der Gargano ist die Halbinsel, die den Sporn des italienischen Stiefels bildet.
In Manfredonia - eine Gründung des Sohnes von Kaiser Friedrich II. (der mit der Falkenzucht) - fanden wir unser Quartier - eine Ferienwohnung in einem Neubaugebiet.
Nach einer ausgiebigen Ruhepause erkundeten wir die nicht besonders beeindruckende Stadt Manfredonia (57000 Einwohner). Wir fanden eine süditalienische Stadt mit einem großen Hafen, vielen Carabinieri, einem beeindruckenden Rathaus und auch einer Fußgängerzone.
Ein gewaltiges Castello wurde von uns umrundet und bewundert. Im Laufe der Reise haben wir in (fast) jeder Stadt eines der Castellos entdeckt.
Im Supermarkt deckten wir uns mit Jause für das Abendessen ein. Besonders der Wein tat uns gut und machte uns das Schlafengehen einfach.

06.04.2022
Manfredonia
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Heute haben wir den südlichen Teil des Gargano in Angriff genommen. Die Stadt Mattinata wurde durch Tunnel umfahren und wir erreichten dann den Zugang zum Wanderweg (Sentiero) zum Spiaggia di Vignanotica. Der begann mit einem Blick zurück in die Baia delle Zagare mit dem Felsbogen. Daneben war eine Fischzuchtanlage mit runden schwimmenden Becken.
Der Wanderweg war angenehm zu gehen, in der frühen Morgensonne angenehm kühl. Immer wieder hatten wir einen gewaltigen Blick übers Meer. An den Bäumen hingen neben Pinienzapfen auch kugelförmige Gespinste, die von Spinne bzw. Raupen herrührten. Dass ich auch zwei Geocaches fand, das erwähne ich nicht einmal. Immer wieder war der Ausblick aufs Meer fantastisch. Die Küste ist eine steile mit senkrechten Abbrüchen. Auf den Böschungen wachsen Olivenbäume.
Nach einer Stunde kamen wir nach einem Abstieg in der Bucht Vignanotica an. Wir hatten die ganze Bucht für uns allein. Die Kalkwände mit unterschiedlichen Strukturen und dunklen streifenförmigen Einlagerungen beeindruckten uns sehr, was man auch an der Menge der Fotos sieht. Der Strand war lauter Schotter, von ganz feinen Steinchen bis zu faustgroßen Steinen. Alle diese waren rund geschliffen. Durch das Rollen der Steine war das Gehen recht mühsam. Natürlich musste ich die ganze Bucht abgehen.
Das Strandbuffet war noch nicht eröffnet - es war ja doch erst Anfang April und das Wasser noch etwas frisch. Nichtsdestotrotz stürzte ich mich in die Fluten (so klingt es gut). In Wirklichkeit begab ich mich vorsichtig im Adamskostüm bis zum Bauch ins Wasser - sehr frisch!
Nach Mattinata kamen wir zum Mittagessen. Die Stadt ist interessant angelegt. Die Straßen laufen waagrecht zum Berghang, was eine stufenförmige Anlage der Stadt ergab. Mittagszeit ist Leere-Straßen-Zeit. Wenig Leute waren unterwegs. In der Osteria del Borgo fanden wir ein traditionelles Nudelgericht Orecchiette mit Tomatensauce. Auf Balkonen erfreuten uns die netten Pflanzenarrangements.
Eine große Ziegenherde und Schafherde begegneten uns unter. Steinige Olivenanlagen mit vielen Steinmauern begleiteten uns.
Nach vielen Kurven in vielen Kehren und Kurven erreichten wir die Stadt Monte San’ Angelo. Wir waren überrascht, hoch oben auf dem Berg diese Ansiedlung zu finden. In Monte San Angelo wird neben einer gewaltigen Normannenburg (Castello) in einer großen Kirche über einer Höhlennische der Heilige Erzengel Michael verehrt. Im Mauerwerk des Castello hatten sich violette Blumen eingenistet. Die Andenkengeschäfte in den Straßen vom Großparkplatz zum Santuario waren mit Michaels in verschiedenen Größen bevölkert.
Von diesen Michaels gab’s da oben genug In der Kirche, als Windfahne, als Andenken mit Schwert, als Andenken mit Krone, als große Schaufensterdarstellung. Die Vorbereitungen für die Settimana Santa (Karwoche) liefen.
Die Rückkehr führte uns VORBEI an der Stadt San Giovanni Rotondo zurück nach Manfredonia. Vorbei deshalb, weil wir erst im Nachhinein nachgelesen haben, dass das der drittmeistbesuchte Wallfahrtsort der Welt ist. Aber das hat uns heute nicht interessiert. Wir haben dafür die Pflanzenwelt studiert.

07.04.2022
Manfredonia
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Heute haben wir den Gargano umrundet. Mattinata haben wir in den Tunneln umfahren. Danach begann eine etwas kurvige Küstenstraße, die gut zu fahren war - Gegenverkehr gabs fast keinen. Immer wieder hatten wir traumhaften Blicke auf das Meer und die Steilküste, die wir am Vortag erwandert hatten. Es führte uns aber auch hoch hinauf. In beinahe wie eine Alm anmutenden Flächen gab es vertraute Klänge, Graukühe bimmelten mit ihren Glocken. An der Ostseite des Gargano gibt es auch weite Sandstrände, die mit (derzeit geschlossenen) Campingplätzen gepflastert sind.
Vieste war unser erstes Ziel. Auch die Bucht davor war ein riesiger Sandstrand, frisch gepflügt für die Badegäste. Zum Baden war es heute zu kalt - ein bisschen Regen, ein scharfer Wind lockten nicht ins Wasser.
An der Einfahrt zu Stadt gibt es am Strand einen alleinstehenden Kalkturm - der Pizzomunno. Das ist ein ca. 25 m hoher Rest einer Klippe, die nach dem Durchbruch zur Brücke und nach deren Einsturz zu einem alleinstehenden Felsen wurde. 90 Schritte sind es, wenn man herum geht. Mit dem geschichteten Kalk ist es ein faszinierender Gesteinsbrücken.
Vieste liegt auf eine Felsennase mit wirklich engen Gassen. Vieste ist ein Tourismusort. Die Altstadt besteht hauptsächlich aus Stiegen, Durchgängen und Ausblicken. Manche Häuser sind so nah am Hang gebaut, dass man glaubt, die stürzen gleich mal runter. Bei so einem halben Haus ist die Terrasse das Wohnzimmer des ganzen Hauses. Immer wieder ist die Klippe erstaunlich hoch. Und es gibt dort ein Castello. Einige Holzhäuschen fielen uns auf mit der Aufschrift “Progetto gatti in citta’”. Das Projekt zielt darauf ab, die Stadt sauber zu halten und die schlechte Angewohnheit, Essen auf der Straße liegen zu lassen, zu beseitigen, sowie natürlich Katzen zu schützen und ihnen Unterschlupf zu bieten.
Unsere Pause im Café war sehr unterhaltsam, wir konnten eine Senioren-Männerrunde bei ihrem Gedankenaustausch beobachten. Die Themen haben wir aber nicht mitgekriegt ;-)
Die Weiterfahrt nach Peschici war wieder ein kurvenreiches Erlebnis. Ganz so beeindruckend war dieser Ort nicht, wir hatten ja Vieste erlebt.
Neben den Castellos gibt es auch eine Unmenge von Torre - Türme zur Bewachung der Küste, aber auch als Meldesystem. Die Türme mit viereckiger Basis messen etwa 11 Meter pro Seite und haben eine Höhe von etwa 12 Metern. Sie sind zweistöckig, mit einem Raum pro Stockwerk und mit einer Terrassenöffnung für die Waffenversorgung und Signalgebung. Das Erdgeschoss wurde als Lager und das Obergeschoss als Wohnung genutzt. Die Mauern haben an der Basis eine Dicke von etwa zwei Metern.
Die Rückfahrt führte uns dann quer über die Halbinsel durch den Parco Nazionale del Gargano. ich erwähne nur, dass es kurvig war. Die Olivenplantagen wurden von Pinienwäldern, und diese von Eichenwäldern abgelöst.
Wieder erreichten wir die Stadt San Giovanni Rotondo, diesmal fuhren wir rein und genossen einen Espresso. Von den Pilgern, die diesen drittmeistbesuchten Wallfahrtsort der Welt (!) aufsuchen, sahen wir nichts. Der beliebte Pater Pio hat hier gelebt und ist hier begraben. Dieser gilt als einer beliebtesten Heiligen Italiens. In einem Park steht die große Figur von Pater Pio auf einem Menschenturm.
Und so blieb uns nur mehr der Heimweg nach Manfredonia.

08.04.2022
Manfredonia
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Die heutige Runde führte uns nach Süden. Auf dem Weg nach Trani, der weißen Stadt, kamen wir an einem der zahlreichen normannische Wehrtürme vorbei. Diese sind blockartige Gebäude mit dem Eingang in halber Höhe. Dort führt eine steile Stiege hinauf. Viele dieser Türme werden renoviert. Man hat aber von oben (vor der Tür, denn die ist verschlossen) einen guten Blick in die Umgebung.
Angebaut werden derzeit Zwiebel, Zwiebel, Zwiebel und Zwiebel. Die grünen Feldstreifen sind markant. Fertige Zwiebeln werden von knieenden Erntehelfern ausgegraben, das Grün nach links gelegt, die Zwiebel nach rechts. So entstehen weiße und grüne Streifen. Natürlich habe ich auch hier unter den fachkundigen Augen meine Erntetätigkeit versucht. Das wurde mir mit 3 großen Zwiebeln abgegolten. Faszinierend ist dabei der Geruch, der über dem Feld liegt - Zwiebeln gehören zu meinen Lieblingspflanzen.
In vom Meer abgetrennten Meereswasserbecken verdunstet das Wasser und es bleibt in den Salzgärten eine Kruste. Diese wird mit Baggern abgeschaufelt, auf Laster verladen und an der Verladestelle in riesigen Salzbergen gesammelt.
Trani besteht (nicht nur, aber doch) aus hellem und rötlichen Naturstein. In der Altstadt sind die meisten Bauten aus diesem freundlichen Stein. Besonders beeindruckend ist das Castello Svevo, (schwäbische Burg) von Friedrich II. Der war als Hohenstaufer aus Schwaben zu Hause, geboren wurde er in einem Zelt in Jesi (in den Marken), begraben ist er im Dom von Palermo. Von seinem 36 römisch-deutscher Herrschertum war er 28 Jahre in Süditalien und Sizilien. Seine Wirkungsstätten sind uns auf unseren Reisen immer wieder untergekommen.
Neben der Burg ist die Basilika beeindruckend. Die Krypta ist mit vielen Säulen ein idealer Platz zu Besinnen. Die Kircheninnenraum war wegen Bauarbeiten gesperrt, so hatten wir Zeit, die vielen Figuren außen zu studieren.
Nach einer Kaffeepause zielten wir auf das zweite Monument Friedrichs II. zu (der war der Enkel von Friedrich I., Barbarossa). Im Landesinneren auf einem idealen Aussichtshügel liegt das Castel del Monte. Dieser achteckige Bau ist von weit schon zu sehen, genauso kann man von dort oben weit bis zur Küste blicken. Das Castel wurde nie fertig, hat auch keine richtige Funktion. Im Film “Der Name der Rose” ist die Bibliothek nach dem Vorbild des Castel del Monte gebaut worden. Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man (so wie heute) ganz allein durch die Räume streifen kann. Auf alle Fälle ist es sehenswert.
Eine genauere Untersuchung benötigten Pagliari und Caselle. Diese sind ähnlich den Trullis und auf den Weiden, Feldern und in Olivenplantagen gebaut. Sie dienen der Unterkunft der Hirten, Feldarbeitern. Mit einem abnehmbaren Deckstein kann auch der Rauch der Feuerstelle entweichen.
Zurück nach Manfredonia waren wir bald.

09.04.2022
Matera
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Gerade Straßen - und das kilometerweit. Das waren heute zu Tagesbeginn die Eindrücke auf der Fahrt. Ziel war heute die nächste Unterkunft in Matera.
Vorbei am Halteverbot auch für Fußgänger, einer Serie von Rallentatoris (Bondeschwellen), großen grünen Anbau-Flächen, Olivenplantagen, dichtgedrängte Orten auf Bergen erreichten wir Gravina in Puglia. Diese Stadt aus Stein hat uns gut gefallen.
Hier befindet sich eine Steinbrücke über dem Aquädukt. Diese Brücke über den Torrente la gravina spielt im James Bond "No time to die" eine wesentliche Rolle.
Tief über dem Graben ist die mehrstufige Brücke ein idealer Punkt, um die beeindruckende Altstadt zu überblicken. Enge Gassen - immer wieder auch zum Wäschetrocknen auf den Minibalkonen genutzt - öffnen sich dann unerwartet zu netten Plätzen.
An einem Gemüse/Obststand erstand ich meine ersten Erdbeeren für heuer. Ich musste zwar lange warten, was mir aber die Gelegenheit gab, das Treiben der Käufer zu beobachten. Drängler, Vielkäufer, geduldig Wartende, nervös Zappelnde - und mich. Die Erdbeeren wurden rasch weniger - doch endlich kam ich auch zu meinem 1/2 kg-Körberl um 2€. Besonders häufig kamen uns an Kirchenfassaden Skelette und Totenköpfe unter.
Weiterfahrt nach Matera. Die Ferienwohnung 100 m² ist hier auf der Dachterrasse mit bestens ausgestatteter Einrichtung.
Matera ist eine Stadt mit UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt (Sassi) sind teils in den Felsen gebaute Höhlenwohnungen und auch Kleinhäuser im Hang zur Schlucht hinunter. Dicht gedrängt kleben sie am Felsen. Nachdem die Wohnungen 1952 aufgrund von schlechten Lebensbedingungen geräumt wurden, beherbergen die Sassi heute eine Unmenge von Restaurants, Cafés, Kirchen, Museen - und natürlich jetzt zur Osterzeit Touristen. Führungen für diese gibt es mit Minibussen, mit Fahrrad, zu Fuß, per Tuk-Tuk.
Verwirrend ist das Zusammenspiel von engen Gässchen, Stiegen rauf, Stiegen runter, wenigen Plätzen. Aber immer ist der Ausblick mehrere Blicke wert. Einige der Höhlen sind als Museum gestaltet, sodass man in das beengte Leben in dieser ärmlichen Umgebung ein klein bisschen Einblick hat. Man kann sich gar nicht sattsehen.
Für das erste Kennenlernen reichten uns 2 Stunden zum Herumstreunen.
Cafépause und dann ab in unsere Luxuswohnung.

10.04.2022
Matera
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Palmsonntag
Geparkt wird am Bahnhof in Matera. Ein starker Wind machte Anorak, Pullover und Haube notwendig. Wir durchstreiften fast allein die Sassis - dass dabei ein Geocache gefunden wurde ist uninteressant. Viele unterschiedliche Stiegen forderten uns heraus. Rauf einige Stiegen, um die Ecker, dann wieder runter, dann ein schmaler Durchgang, dann eine Sackgasse.
Beim Liebesbrunnen fanden wir mehrere liebliche Figuren mit einem Ausblick auf die Höhlensassi. Der Brunnen ist Teil des apulischen Wasserleitungssystems (Acquedotto Pugliese), das große Gebiete der Region mit gutem Trinkwasser versorgt. Das Aquädukt ist das größte Europas. Fast ganz Apulien wird damit versorgt. So kann man aus den öffentlichen Brunnen Wasser trinken.
Gegen 10:00 Uhr machten wir uns auf zu Kirche Franz von Assisi, um dort die Palmsonntagmesse zu besuchen. Statt der bei uns üblichen Palmkätzchen werden hier Olivenzweige verwendet. Diese werden in Körben beim Kircheneingang aufgelegt zur freien Entnahme. Erst 2 Minuten vor Beginn kamen mehrere Menschen in die Kirche. Da aber die Messe nach 1/2 Stunde noch immer nicht begonnen hatte, verließen wir das Gotteshaus und gingen auf einen Kaffee. Und dabei konnte wir den verspäteten Palmumzug erblicken.
Der Wind war so stark, dass wir in unserer großen Wohnung eine lange Mittagspause einschalteten.
Die Felsenstadt ist am besten von der gegenüberliegenden Talseite zu betrachten. Genau von dort entstehen die Musteransichten von Matera - oft auch mit Beleuchtung. Gegen späten Nachmittag zielten wir auf den Gegenhang der Stadt ab. Man kann von Matera aus durch den Graben (Gravina di Matera) über eine Hängebrücke (Ponte sulla gravina) wandern. Man kann aber auch mit dem Auto die 7 km Umweg-Strecke fahren.
Der grüne Rücken ist vielstufig mit einer Menge von Höhlen und Abbrüchen. Der Wind hatte sich kein bisschen gelegt, im Gegenteil - teilweise konnte man nur im Schiefstand seine Haltung bewahren. Es hat sich aber ausgezahlt, da es DEN Touristenblick über die Felsenstadt gab.
Zitat: “Die Grotten wurden in den weichen Sand- und Tuffstein gehauen. Anfangs waren es die natürlichen Höhlen, die die Menschen als Unterkunft nutzten. Da sich der Stein gut bearbeiten ließ, wurden die Unterkünfte bald ausgebaut und man grub ganze Wohnungen in den Berg, die ständig durch Anbauten erweitert wurden. Die Menschen schnitten Quader aus dem Berg heraus, um diese wiederum als Baumaterial für den Vorbau zu nutzen. Je tiefer die Höhlen gegraben wurden, desto mehr Baumaterial wurde gewonnen und als Fassade vor der Grotte aufgebaut.
Neben- und übereinander entstand so im Laufe der Jahrtausende eine Höhlenstadt in den Felsen, ein verschachteltes Netzwerk aus Höhlenwohnungen, engen Gassen und kleinen Plätzen, dazwischen Felsenkirchen, die zusammen ein großes architektonisches Kunstwerk ergibt. Heute sind die Höhlenwohnungen, die "Sassi von Matera" als Teil des UNESCO Welterbes der Menschheit weltweit bekannt und stehen unter Denkmalschutz.” (Quelle: https://www.viva-italia.it/).
Bei der Rückfahrt kamen wir bei einem Steinbruch aus Stein vorbei. Hier wurden aus dem Trani bzw. Lecce-Stein Skulpturen gemacht, die im Freilichtmuseum ausgestellt sind. Warum Train/Lecce-Stein? Weil dieser dicht ist und sich leicht bearbeiten lässt.
Und dann der krönende Abschluss - ein Abendessen in einem Höhlenlokal genossen wir (windfrei), dass uns dann zufrieden ins Bett leitete.

11.04.2022
Matera
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Und wieder unternahmen wir eine Wanderung, diesmal in die Gravina bei Laterza südlich von Matera. Gravina sind tiefe Schluchten, die sich in diesem an und für sich ebenen Land tief eingegraben haben. Entlang der Hangkante marschierten wir durch pflanzlich interessantes Gebiet. Wunderbare Blicke in die Tiefe der Schlucht waren möglich. Der Weg führte immer wieder zu Aussichtspunkten, bei denen man bis in die Tiefe zum mickrigen Bach sehen konnte. Blickte man über die Gegenkante, so konnte man sich vorstellen, dass das Ganze eine Ebene war. Viele Eidechsen, Falken und Schmetterlinge entdeckten wir. Auch heute war es in der Sonne warm, im Schatten kühl und bei dem noch immer starken Wind recht ungemütlich.
Nach der (nicht ganz so lang ausgefallenen) Wanderung erkundeten wir den Ort Laterza. Das kleine Cafe Passarelli erschien uns geeignet. Für das Abendessen deckten wir uns mit Wurst (ich liebe Mortadella) und Käse bei einem kleinen Geschäft ein. Überall gib es hartes Brot Pane di Matera, das wie Stein ausschaut und angeblich lange hält.
Wir konnten nicht anders und strolchten nochmals durch die Sassis - es ist einfach zu faszinierend. Als 007-Begeisterte suchten wir natürlich auch die Drehplätze eines der Filme auf - Filmchen auf Youtube studierten wir.
Eine Kirchentür war mit lauter geschnitzten Totenköpfen verziert.

12.04.2022
Gallipoli
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Nach 3 Nächten in Matera haben wir uns weiter nach Süden aufgemacht. Die Wohnung in Matera - Terrazza Zifero - war eine ausgezeichnete Wohnung, auch die Lage 3 km vom Zentrum entfernt, war für uns ideal.
Durch eine grüne Landschaft mit Olivenbäumen, Grasland, Wein, wenig Obst, Gemüse näherten wir uns Tarent. Der Parkplatz war auf dem Navi bald gefunden und auch in der Wirklichkeit. Nur, da war alles voll. Daher drehten wir noch eine zweite Runde um die Altstadtinsel - am Hafen war der Fischmarkt, durch den wir (vorsichtig) glitten. Der Grund dafür war, dass ich falsch abgebogen bin, aber es hat keiner gemeutert. Schließlich fuhr vor mir ein Auto weg und ich bog locker in die Parklücke ein.
Die Altstadt von Tarant ist eng verbaut, es gibt Gassen, die gerade für mich breit genug waren.
Dann kam etwas Besonderes. Die Polizei feierte irgendein Jubiläum. Das machte sich bemerkbar durch einen riesigen Auflauf von Polizeiautos, Ministeriumsfahrzeugen (Autokennzeichen), Polizeimotorrädern und in Gruppen aufmarschierende Polizisten mit Maschinenpistolen. Auch ein Polizeischiff war dabei. Und natürlich auch viele auf Grund der Bestückung der Uniformen als Höchstrangige erkennbare Personen. Natürlich war auch Fernsehen da. Mit Melodien von Verdi wurde der Festakt eingeleitet. Ich schlich mich in den Innenhof, und weiter in die Halle. Während drinnen eine Rede stattfand, salutierten die Polizisten im Hof, bei Zwischenmusik gab es ein “Ruht!”. Die weibliche Wache nahm für mich ihre Dienstmaske ab, damit sie mir ein Lächeln schenken konnte!
Da wir nicht das Ende der Veranstaltung abwarten wollten, bummelten wir durch den weitaus freieren Neustadtbereich. Ein gewaltiger Palazzo de Governo verursachte unser Kopfschütteln - so großkotzig und häßlich. Natürlich gab es auch ein Castello zu bestaunen.
Auf halber Strecke von Tarent nach Gallipolli fanden wir einen kilometerlangen hohen dichten Zaun, was natürlich unsere Neugier beflügelte. EIn Blick auf Satellitenfotos zeigte dahinter eine kreisförmige Straße. Nachforschungen ergaben, dass es sich dabei um die Pista di Nardo handelt. Das ist eine 12,6 km lange Strecke mit 4 km Durchmesser. Sie wird als Hochgeschwindigkeitsteststrecke für Autos genutzt. Wikipedia.
Wir erreichten gegen 14:00 Uhr Gallipoli, wo wir auch eine Ferienwohnung gebucht hatten. Das stellte sich als ehemaliges Geschäftslokal im Erdgeschoss heraus. Seltsam, der ehemalige Geschäftseingang führte direkt aufs Bett, dahinter der Küchenteil.
Da wir am nächsten Tag unseren Bahnfahrttag planten, war der Bahnhof von Gallipoli unser erstes Ziel. Fahrplan und Preis waren ja schon längst im Web erhoben worden. Der Kartenautomat gab keine Karten aus, aber zumindest den Fahrplan. Ticket gab es dann in der Trafik im Ort.
Die Altstadt von Gallipoli lag auf einer vorgelagerten Insel mit Brücke. Dort beeindruckte uns das Castello und die untergehende Sonne. Am Meer kämpften Möwen und Katzen um Fischreste (welch seltsames Gespann!). Im Dunklen bekam die Marienstatue einen blauen Heiligenschein!

13.04.2022
Gallipoli
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In der Früh besuchten wir die Kirche in Gallipoli, um die Vorbereitungen für den Palmsonntag zu sehen. Die Außenfassade des Doms ist eine Mischung aus Gotik und Beton. Umso überraschender war der Innenraum mit massiven Säulen und Kapitellen mit verschiedenen Gesichtern.
Heute unternahmen wir eine Zugfahrt nach Lecce - Zugfahren ist eine Lieblingsbeschäftigung von uns. Mit einem Pemperlzug tuckerten wir die 60 km in 1 3/4 Stunden dahin. Da hat man Zeit die abwechslungsreiche Landschaft links und rechts zu studieren, die Orte, die Gärten, die Felder, die Oliven, Blumenwiesen mit Mohnblumen.
In Lecce - einem der großen Bahnhöfe im Süden - angekommen, studierten wir gleich mal die Abfahrtstafel. Wohin könnte man von hier aus fahren - Roma, Bari, Bologna, Turin, Venedig und natürlich auch nach Gallipoli.
Lecce ist bekannt für seine besonderen Stein - einem hellen, beigen Stein, der sich gut und sehr fein bearbeiten lässt. Dadurch können die Fassaden in feiner und detailreicher Weise dargestellt werden. Teilweise bröckelt aber der Stein ab - man kann ihn per Hand abreiben. Andererseits ist er schön glatt. Und es ist unglaublich, was da an Figurenschmuck an Fassaden und Innenraum entstanden ist.
Die vielen Kirchen wurden für die Veranstaltungen in der Karwoche auf Vordermann gebracht - geputzt, poliert und entsprechend geschmückt.
Nachdem einige der Kirchen besucht worden waren, genügte uns ein kleiner Imbiss als Mittagessen und dann später (nach einer Kaffeepause) kam die Heimfahrt dran (wieder fast 2 Stunden), die wegen der Hitze bei offenem Fenster gefahren wurde.

14.04.2022
Gallipoli
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Heute galt es das Südende Apuliens zu umrunden. Dabei sind uns auch einige Geocaches untergekommen.
In Ugento - einem kleinen Dorf laut unserem Eindruck - fanden wir ein Priesterseminar mit entsprechenden Personen vor. Ugento ist Sitz des katholischen Bistums Ugento-Santa Maria di Leuca. Die schwarz gekleideten Herren unterhielten sich prächtig. Die Basilika war aber etwas eintönig - nach der Pracht der Kirchen in Lecce.
Ein Spaziergang führte uns zu einer der vielen Maria-Irgendetwas-Kirchen bei Vereto. Dort genossen wir den ruhigen Flecken und konnten einige der Steinhäuschen Caselle studieren. Sie sind etwas anders als die Trullis in Alberobello. Sie dienten als Schuppen auf dem Feld als Ruheplatz, Schutz und Geräteschuppen, auch mit Feuerstelle versehen. Man kann den platten Deckstein abheben, um bei Feuer den Rauch abziehen zu lassen, daher haben sie auch eine Treppe außen.
Und schon näherten wir uns der Südspitze bei Santa Maria di Leuca. Hier konnte ich die südlichste Geocacherdose am Stiefelabsatz loggen. Die Küste fällt hier recht steil ab mit einer Vielzahl von Höhlen, die nur vom Wasser aus erreichbar sind. Hier gibt es auch eine Basilika, die Maria geweiht ist, in der schon 2 Päpste Gottesdienste gefeiert haben. Der große Leuchtturm ist militärisches Gebiet.
Die Ostküste entlang konnte wir hier bis nach Albanien sehen, dass nur 120 km durch die Straße von Otranto getrennt ist. Auch hier boten sich immer wieder beeindruckende Ausblicke. Eine Brücke überquert eine Schlucht mit einer kleinen Badebucht direkt unter der Brücke.
Otranto war dann wieder ein Erlebnis. Eine kleine Altstadt mit gewaltigen Mauern und einer Vielzahl von Restaurants. Also Tourismus pur. Aber es ist einen Besuch wert.
Ganz in der Nähe besuchten wir einen aufgelassenen Bauxittagbau, der in seiner Röte ein großartiges Farbenspiel abgab. Auch kleine Kügelchen lagen herum - Pisolythen (ich habs auch nicht gekannt).
Und schon waren wir wieder auf dem Heimweg nach Gallipoli.

15.04.2022
Benevento
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Die Rückfahrt begann mit einer eher durchwachsenen Nacht (Lüftung in der Nachbarwohnung laut, Klimaanlage in der Nachbarwohnung laut, Hauptsicherung, Stöckelschuhe um 00:30, laute Diskussionen in der Nachbarwohnung um 02:00 Uhr - endlich Ruhe um 02:30, Geklopfe von mir an der Wand).
Bei bestem Wetter legten wir die Strecke nach Lecce in 30 Minuten zurück, die wir per Bahn in gemütlichen 1 3/4 Stunden gefahren waren.
An Brindisi vorbei bogen wir dann ins Landesinnere ab. Bereits vor Alberobello, dem Zentrum der Trullis, sahen wir einige neu aufgebaute Trullis, Castelle und Pagghiara.
Alberobello ist Weltkulturerbe und daher auch entsprechend überlaufen. Gerade zur Osterzeit sind Gruppen mit den Führern (die mit den Fähnchen) unterwegs. Die Trullis sind oft als B&B, Restaurants, Andenkenläden eingerichtet. Die Trullis sind ja sehr beeindruckend, vor allem die Ansammlung im Trulliviertel.
Zitat: Trulli sind Kraggewölbebauten aus Trockenmauerwerk und werden ohne Mörtel errichtet. Die schuppenartigen dunklen Bruchsteindächer geben dem weiß getünchten Trullo, der ursprünglich in den Feldern und nicht im Ort stand, sein charakteristisches Aussehen. Durch ihre Bauweise aus massivem Naturstein mit sehr dicken Wänden und winzigen Fenstern bieten die Trulli einen guten Schutz gegen die anhaltende Sommerhitze in Apulien, weil sich das Innere nur langsam aufheizt. Im Winter hingegen speichert ein Trullo für lange Zeit die Wärme, die durch einen offenen Kamin erzeugt wird. Die bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts vergessenen ‚Arme-Leute-Häuser‘ erlebten seither eine Renaissance; einige werden mittlerweile auch als Ferienwohnungen angeboten. In Alberobello existiert ein weiträumiges geschlossenes Viertel, das gänzlich mit Trulli bebaut ist. Dieses zählt seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auch in den Nachbargemeinden der Region sind Trulli sehr verbreitet und werden, oft aneinandergereiht und miteinander verbunden, als Wohnhäuser genutzt. In Apulien und auf Sizilien gibt es rustikale Steinbauten ohne Spitzdach, die Pagghiara (plur. Pagghiara). Im 17. Jahrhundert begann man diese Häuser im Auftrag des Grafen Giangirolamo II. Acquaviva d'Aragona zu bauen. Da dieser keine Steuern an die Regierung zahlen wollte, forderte er von den Bauern, ihre Häuser ohne Zement und Mörtel zu bauen, sondern nur aus Stein. So konnten sie im Falle einer königlichen Inspektion die Steinhäuser ganz einfach abbauen und später leicht wiedererrichten.
Zitatende: Quelle: Wikipedia.
Bis zu unserem heutigen Endziel in Benevento war es dann eine Autobahnfahrt der feinen Art. Zuerst waren wir in Ebenen mit Olivenbäumen, Steinmauern unterwegs, dann Ebenen mit Olivenbäumen mit weniger Steinmauern, weiter in Ebenen mit Ackerbau. Die Fahrt in die Apeninnen war dann abwechslungsreicher. Entlang eines langgezogenen, grünen Tales erreichten wir die Wasserscheide in der Nähe des Pizzo Trevico und auf der westlichen Seite war dann bald das große Becken von Benevento erreicht.
Ohne die Stadt noch zu besichtigen, lagen wir schon um 20:00 Uhr im Bett - nach der vergangenen Nacht eine Wohltat.

16.04.2022
Fermo
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Die Rückfahrt ist ein Teil der Reise, daher wird auch da gegeocacht, besucht und bestaunt. Benevento hat wie fast jede italienische Stadt, die wir besucht haben, ein Castel. Der Ausblick von diesem ist nicht so atemberaubend, man blickt über eine Stadt mit den großen Wohnbauten mit Balkonen und vor allem den geschlossenen Fensterrollos. Das schaut immer so unbewohnt aus. Aber die flatternde Wäsche macht das Ganze wieder belebt. Auch einen Trajansbogen findet man hier.
Und wieder ist der Palazzo de Giustizia ein mächtiges Gebäude. Das Innere des Doms ist ein Rundbau mit gewaltigen Säulen. Manche Heiligenfiguren blicken himmelhochjauchzend zw. zu Tode betrübt drein (naja).
Unser nächstes Ziel war L'Aquila in den Abruzzen. Hier gab es 2009 ein großes Erdbeben, das große Teile der Innenstadt zerstörte. Und immer sind noch viele Straßen gesperrt und die Bauten abgestützt. Da ist nicht viel passiert. Aber es gibt auch den erneuerten Teil. Der Domplatz mit seinen 2 Brunnen, die Fußgängerzone Richtung Castel (auch so was gibt es dort), dort im Park ein österliches Grillfest mit Buden verschiedenster Art. Der Höhepunkt war aber der in der Nähe des Bahnhofs gelegene Brunnen der 99 Röhren. Hier strömt Wasser aus Köpfen in ein großes Becken - das ist sehenswert. Nach dem Erdbeben war das das erste öffentliche Bauwerk, das wieder eröffnet worden war. Dieser magische Platz wurde genutzt für Fotos verschiedenster Art. Ein Gruppe Studenten fotografierte einen offenbar des Studiums der Geografie erfolgreich entledigten Burschen, der mi Globus, Kappe und Schwert vor diesem Brunnen posierte. Eher verwunderlich beobachteten wir, wie eine junge Dame mit Hund von ihrem Verehrer(?) mit Kamera bei jedem Schritt gefilmt wurde - Hund trinkt, Hund geht am Rand, Hund kratzt sich, Hund sitzt, Hund ... (nein, das war nicht drin).
Unser heutiges Ziel ist die kleine Stadt Fermo, in der wir in der Villa Nazareth (wie passen für den Ostersonntag) Unterkunft fanden. Die Suche nach einem Restaurant endete in einer Take-Away-Pizzeria - der Hunger siegt.

17.04.2022
Treviso
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Nach dem wir unter vatikanischem Schutz gut geschlafen hatten und das Frühstück im eher kahlen Ambiente eingenommen hatten, hieß es los, los, los Richtung Heimat.
Auf der Autobahn vorbei an Ancona, Rimini bogen wir ab Cesena Richtung Ravenna, Comacchio ab. Im Podelta hatten wir vor Jahren eine Reise gemacht.
Das geplanter Pausenort Chioggia verweigerte sich uns, kein Parkplatz zu finden, dafür massenweise Leute, die ins Zentrum wanderten. Chioggia hatten wir auch schon mal besucht und hat uns sehr gut gefallen. Letzten Sommer radelten wir den Lido und Pellestrina ab, leider machten wir dabei nicht die Fähre von Pellestrina nach Ghioggia. So sollte es diesmal ein Besuch werden - tat es aber nicht.
Also erreichten wir unser Etappenziel in Treviso am Nachmittag. Ein kleiner Rundgang durch die Stadt zeigte uns auch hier Festtagsstimmung - alles voller Leute. Eine offene Pizzeria fanden wir nicht.
Meine "Hungergeschichte": Das war gerade die richtige Zeit, um endlich an mein Lieblingsgericht Spaghetti mit Tomaten zu kommen. Das scheiterte auf dieser Reise bisher an entsprechendem Angebot in der Restaurants. Aber eine Pizzeria hier sollte schon um 18:00 Uhr (lt. Google) öffnen. Also habe ich einen Tisch online reserviert und um 1 Minute vor 18:00 kam ein Mail, dass die Reservierung um 1 Stunde verschoben wird - die Pizzeria war um 18:00 Uhr noch geschlossen. Also blieb uns kurz vorm Umfallen nur ein Lokal mit einem großen M übrig. Und um 19:00 Uhr bekam ich ein "Klage"-Mail, dass wir die Reservierung nicht wahrgenommen haben ("Beachte, dass wiederholte Stornierungen zur Streichung Deiner Yums-Punkte oder Aussetzung Deines Kontos führen können.").
Am nächsten Tag legten wir die letzte Etappe zurück.

Vorher


 

Nachher