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Geocaching in Russland 2017

Dieser Bericht entstand als Online-Tagebuch (jetzt sagt man Blog dazu - ich nicht, ich nenn es Online-Tagebuch).
Bilder
13.06.2017
Ismaning
Viele meiner Reisen beginnen am Bahnhof. Diesmal über Wörgl nach München und weiter nach Ismaning.
Geocachen ist befreit von Ortsbindung, sodass natürlich hier in der Nähe des MUC auch solche zu finden sind.
Gerade bin ich von einer 1 1/2-stündigen Cacherrunde durch das weitläufige Erholungsgebiet zurückgekehrt. Ein gefaketer Pinienzapfen, eine kleine Dose in einem Zaunrohr, ein nicht gefundener unter einer Brücke, immerhin kamen da 4 Caches zusammen.
Und jetzt um 22:16 geht's ab ins Bett.

14.06.2017
MUC - Münchner Flughafen
1/2 6 Uhr auf Cacherjagd los. 2 Caches fand ich in den Isar-Auen, 2 bei Bushaltestellen. Es ist schön ruhig in der Früh in dieser Schlafgemeinde.
Nach einem angenehmen Frühstück nutzten wir die S-Bahn, mit 8,- € pro Person für 2 Stationen nicht gerade billig.
Am Flughafen durchstreifte ich die für mich sinnlosen Geschäfte - bei einem machte ich Umsatz, indem ich mir Wasser holte. Bis zur Security hatte ich meinen erhöhten Wasserbedarf gedeckt - mein Husten benötigte Schmiermittel [Ja, ich habe seit 2 Tagen einen lästigen Husten - arm:-(].
Bei der Passkontrolle strebte ich auf die Passkontrollautomaten zu, wo man den Pass auflegt, dann in eine Kamera schaut und diese sagt dann: darf durch, darf nicht durch.
Da ich natürlich so einen biometrischen Reisepass habe, kein Problem. Nur es funktionierte nicht!!! Das Scannen startete und endete mit einem roten Rufzeichen. Peinlicherweise musste ich den technischen Human-Assistenten befassen. Auch er scheiterte mit meinem Pass - ob es am Passfoto liegt?
Also zurück mit mir in die normale Passkontrolle, wo ich in der Reihe langsam dahinzockelte. War das nicht ein Kontrolllehrling, der die Reihe vor mir kontrollierte. Auf alle Fälle stand ein Kontrollmeister neben der Kontrolldame. Bei mir genügte ein Blick und schon war ich durch. War ich so ein Standardfall, dass es nicht ein bisschen mehr Kontrolle bedurfte? Auch nicht zufriedenstellend.
Aber dann war ich durch.
PS: Ich habe oben "wir" erwähnt. Wer ist dieser wir? Mein Schwiegersohn M arbeitet als technischer Leiter in einem großen Sägewerk/Sägewerkausstatter in Kärnten. Ein Zweigwerk liegt in der Nähe von St.Petersburg. Er muss alle paar Monate für 1 Woche dorthin und irgendwas arbeiten. Meine Tochter H wollte immer wieder rauffliegen und sich das anschauen. Ich hörte davon und klinkte mich sofort ein. Und so fliegen H und ich nach ST.Petersburg und dann zum Sägewerk.

14.06.2017
Malaja Wischera
Nach 2 1/2 Stunden ruhigem Flug mit der Lufthansa (ja, sowas gibt es), bei Tortellini mit Tomatensauce, und mehrmals Tee gegen meinen Husten landeten wir in St.Petersburg.
Am Flughafen in München überbrückten wir die Wartezeit mit dem Durchstreifen der immer gleichen Geschäfte - das machte H -, während ich einige "Situationen" suchte.
Ein in der Halle ausgestelltes Auto wurde von einer Frau mit Staubwedel abgestaubt - so viel Staub wird es dort aber eh nicht geben.
Kuhglocken hatten ein Muster eingebrannt und wurden als Lampen verwendet.
Im Innenhof steht eine Holzfigur mit einem Flieger in der Hand (wie in Salzburg die Balkenhol-Figur auf der goldenen Kugel).
Ein besonderer Aspekt waren natürlich wieder die Parkhäuser - endlich wieder neue Autokennzeichen.
Beim Überfliegen von Kaliningrad studierte ich die Landschaft, wo ich 1994 per Rad von Berlin nach Kaliningrad unterwegs war. Im Baltikum konnte ich wunderbar die Kurische Nehrung sehen, auf der ich schon 2 x im Urlaub war. Auch die Strecke von Riga nach Norden und weiter nach St.Petersburg verfolgte ich. Hier war ich 2000 mit dem Rad von Vilnius über Riga, Tallin nach St.Petersburg unterwegs.
Beim Landen überflogen wir eine Siedlungsanlage mit speziellem Grundmuster.
In Pulkovo, dem Flughafen von St.Petersburg wurden wir von Alexej im Starbucks empfangen. Dieser hatte die Aufgabe uns nach Malaja Wischera (ca. 200 km südlich von St.Petersburg) zu bringen.
Auf der Fahrt kamen wir durch Pushkin durch, das wir in den nächsten Tagen besuchen werden.
Bei einem Bahnübergang mussten wir eine halbe Stunde warten. Es fuhren dort 2 Züge vorbei. Der Schranken war heruntergelassen und zusätzlich waren 2 Metallplatten aufgestellt - das musst Du Dir am Foto anschauen (eine russische Methode - aber sie wirkt).
Bei einem Containerbrand löschte die Feuerwehr und weithin stieg schwarzer Rauch auf.
Nach Moskau sind es nur mehr 600 km, nach Murmansk noch 1500 km.
Ein Baum war durch den Wind umgebrochen und gerade so weit gekappt, dass eine Fahrbahn frei wurde.
Über den Fluss Wolchow gelangten wir und konnten die schöne Landschaft bewundern (Foto)
Vor Veliki Novgorod zweigten wir nach Osten Richtung Malaja Wischera ab. Wo das ist? Hier landest Du in Malaja Wischera.
Bei der Einfahrt nach Malaja Wischera erwartete uns das Standarddenkmal mit einer Kanone (welcher Art ist für mich unerheblich) - sie war grün.
Hier ist eines der Werke der Firma Hasslacher (Kärnten), das wir morgen besichtigen werden. Dieses hat ein eigenes Hotel, das seit 3 Monaten fertig gebaut ist. In diesem übernachten wir heute.

14.06.2017
Malaja Wischera
Bilder gibt es natürlich hier

15.06.2017
Malaja Wischera
Einer der hier Beschäftigten G (ein Kärntner, der seit 7 Jahren hier seinen Lebensmittelpunkt hat) erzählte gestern über seine Erfahrungen mit den Handwerkern. Oft wird eine Arbeit verzögert begonnen und das Ende der Arbeit verzögert sich. Es war im November geplant, eine Arbeit im April zu erledigen. Als der Arbeitsbeginn nahte, kam man drauf, dass das benötigte Material noch nicht besorgt worden war und damit die Arbeit eben nicht begonnen werden konnte.
Es sei auch schwierig, mit manchen Arbeitern zu kommunizieren, denn "Was willst Du (als Auftraggeber) mir erzählen, ich hab das schon oft gemacht".
Eine Mauer sollte mit Beton gegossen werden. Die Schalung wurde vorbereitet. Nach Meinung des Auftraggebers ist der untere Teil der Schalung etwas locker angelegt. Wenn der Beton gefüllt werde, würde sicher der untere Teil wegbrechen. Aber "Was willst Du (als Auftraggeber) mir erzählen, ich hab das schon oft gemacht". Beim Einfüllen des Betons vom Mischwagen riss die Verschalung auf und der Beton ergoss sich in die Umgebung und musste dann von Arbeitern mit Schaufeln umgeschöpft werden, was eine Mords Sauerei an Umgebung, Kleidung und Werkzeug ergab.
Eine Mauer sollte gemacht werden, und dabei war das Ende der Mauer ca. 10 cm niedriger als der Anfang - also war die Mauer schief. Das störte aber keinen der Arbeiter.
Natürlich sind die hier erzählten Fälle nur Einzelbeispiele und nicht auf das allgemeine Arbeiten umzulegen.

Die Umgebung von Malaja Wischera ist sumpfiges Gebiet, in dem Häuser ohne Fundament schief werden müssen (teilweise versinken) bzw. auf Pfählen fundiert werden. Man sieht viele der kleinen Holzhäuschen in verschiedenen Entwicklungsstadien. Sauber hergerichtet mit Gemüsegarten, Dach eingefallen, zusammengebrochen oder eben nur mehr ein Holzhaufen. Steinbauten (bzw. Ziegelbauten - denn Steine zum Bauen gibt es hier nicht) sind meist Mehrparteienhäuser.

Beim Herfahren sahen wir immer wieder kaputte Baumbestände. G erklärte das so: in diesem Sumpfgebiet gibt es natürlich auch verschiedene Wasserflüsse. Baut man eine Straße durch das Gebiet und achtet dabei nicht auf den Wasserfluss und schafft für diesen eine Umleitung, Unterführung, dann versumpft der Waldflecken immer mehr und damit sterben dann Baumarten ab.
Der Straßenbau auf kleineren Straßen erfolgt manchmal ohne Unterbau, sodass natürlich der Asphalt aufreißt und teilweise versinkt, was dann riesige Schlaglöcher zur Folge hat. Besonders im Umfeld des Sägewerkes muss die Straße wegen der Holzlaster stabil sein.

Malaja Wischera liegt an der Bahnstrecke Moskau - St.Petersburg. Diese 6e Strecke hat eine legendäre Besonderheit:

Eisenbahn: Der "Zarenfinger" wird amputiert St.Petersburg.
650 Kilometer verläuft die Eisenbahnlinie zwischen Moskau und St. Petersburg schnurgerade durch die Landschaft. Einzig beim Dorf Werebje östlich von Nowgorod macht das Gleis einen heftigen Schlenker - der sogenannte "Zarenfinger". Damit in Zukunft Hochgeschwindigkeitszüge hier nicht mehr auf 130 km/h herunterbremsen müssen, wird der Umweg nun bis zum Sommer liquidiert. Die Strecke wird dann um 4,5 Kilometer kürzer, berichtete die Zeitung "Delowoj Petersburg".
Manche Legenden sind zu schön, um wahr zu sein: Der Überlieferung nach wurde die Eisenbahnlinie zwischen den beiden russischen Metropolen von Zar Nikolaus höchstpersönlich mit einem Lineal auf einer Landkarte eingezeichnet. Nur schaffte der Zar es nicht, rechtzeitig einen vorstehenden Finger einzuziehen - worauf die gehorsamen Untertanen die Beule in der Linie in die Realität umsetzten.
In Wirklichkeit wurde die Strecke im 19. Jahrhundert zunächst durchgehend schnurgerade gebaut. Hinter der Brücke über den Werebje-Fluss ergab sich jedoch eine heftige Steigung, die die damaligen Lokomotiven überforderte. Deshalb wurde dann die Umgehungsstrecke gebaut, die man jetzt wieder stilllegen möchte. Zu diesem Zweck wird jetzt - unter Verwendung der alten Fundamente - in aller Eile eine moderne Brücke von 42 Meter Höhe gebaut. Die Fahrtzeit der Züge verkürzt sich damit um sechs Minuten.




15.06.2017
Malaja Wischera
Ich komme gerade von einer Werksführung mit M zurück. Das Holz wird aus den Wäldern per LKW angeliefert, günstig ist es, das im Winter zu tun, da im Sommer der Sumpf einen Waldzugang erschwert. Das Winterholz muss dann im Sommer mit aufgearbeitet werden. Bis dahin wird es beregnet, um Schädlinge im Holz zu vermeiden. Bei der Anlieferung wird das Holz in Baumart sortiert, was eine Dame von einem erhöhten Büro aus macht (Fichte, Birke, Kiefer, Pappeln).
Danach wird das Holz geschält, sortiert, vermessen und dann mit dem schmaleren Ende nach vorne gedreht. Dann erfolgt die Säge - hier mit Sägeblättern in 2 dickere Bohlen und 2 dünnere Randstücke. Folgend wird das Holz abgelängt und dann nach Qualität sortiert, gehobelt, getrocknet, sortiert und dann in Stapeln verpackt. Diese kommen dann in Container und werden per St.Petersburg auf Schiffe geladen und nach Korea, Südasien, Österreich, Japan transportiert.
Säge-, Hobel-, Raspel-Abfälle werden gesammelt und weiter verarbeitet zu Pellets bzw. werden im eigenen Heizwerk für den Sägewerkbedarf verheizt.
Bei jeder Halle muss eine Brandschutzvorrichtung (Kübel, Feuerlöscher, Sandkiste, Schaufel) vorhanden sein.
Natürlich gehören auch Nebeneinrichtungen wie Ersatzteillager (hier besonders wichtig), Schlosserwerkstätte, Sanitärräume dazu. Diese werden derzeit neu eingerichtet.
Immer wieder ist das Problem des Bauens auf dem sumpfigen Sandgrund zur Sprache gekommen. Sinnvoll ist es nur mit einer 30 cm dicken Betonplatte, auf der die Gebäude stehen. Im Winter hat es hier 40 - 50 cm Schnee, die Betonstraßen sind dann mit 5 cm dicken Eis bedeckt (gesalzen darf Beton ja nicht werden). Bei der Schneeschmelze ist dann das halbe Land unter Wasser.
Große Hochachtung für M vor der Arbeit in diesem Sägewerk. Er betreut auch noch andere Standorte.

16.06.2017
St.Petersburg
Nach einem von T vorgekochten Mittagessen (Sojanka, Spaghetti, Gemüse) erkundeten wir den Ort Malaja Wischera. Laut Aussage von M liegt es in der Pampa.
Es ist nicht besonders leicht, das Zentrum zu erkennen. So wurden wir mit einem Firmenbus zum Bahnhof gefahren. Dort erkundigte ich mich über einen Zug nach St.Petersburg. Am Schalter erfuhren wir, unsere Tickest bekämen wir am Schalter 2, der erst um 16:00 aufmachte. Die Abfahrt des Zuges ist für 17:04 vorgesehen. Also hatten wir doch über 3 Stunden Zeit bis zur Schalteröffnung und 4 Stunden Zeit bis zur Zugabfahrt.
Also auf in den Ort, der 10.000 Einwohner hat. 4 Apotheken, 3 Supermärkte, viele ganz kleine Läden (Produkti), wenige Café-Häuser waren nach 1 Stunde erkundet. Auch einen Bankomat bei einer Bank und 2 Bankomaten in den größeren Supermärkten (1 davon Spar) fanden wir vor. Endlich bekamen wir Rubel. Sofort wurde das Geld in 1 Zahnpasta, 2 Magneten, 1 Kaffee angelegt. Hebt man eine runde Summe ab (10.000 Rubel sind ungefähr 150 Euro), dann erhält man 5000er-Scheine die im kleinen Einkauf beinahe nicht umsetzbar sind.
In einem kleinen Café, das auch Imbisse anbot, saß eine junge Dame mit gelangweiltem Gesicht und starrte auf ihr Handy. Ich setzte mich an den am wenigstens verbröselten und verpickten Tische und wartete. Erst als ich nach 5 Minuten noch nicht angesprochen worden war, stürzte ich auf die Dame (eigentlich ein Mädchen) zu und gab einen Kaffee in Auftrag. Ich erhielt einen Löskaffee, sehr heiß. Sie kassierte und beschäftigte weiter ihr flaches Tamagotchi. Irgendwie wurden wir dann einig, dass ich Milch zum Kaffee wollte, sie (das Milchdoserl) wurde mir sogar in die Hand gedrückt und damit konnte oder sollte ich keine weiteren Wünsche mehr äußern.
Jetzt hatte ich Zeit, das weitere Geschäftsleben und das Warenangebot zu studieren. 3 Schokolade-Nikoläuse standen herum (ist Weihnachten schon so nahe?), der Popcornautomat hatte eine 2 cm-Schicht etwas vertrocknet ausschauender Popkörner. Weitere Kunden, ob Kinder für ein Eis, Erwachsene für eine Portion vorgekochter Gerichte wurden gleich (nicht) behandelt. Also in dieses Café gehe ich nicht mehr.
In einem Autobedarfgeschäft (hier wurde ich von einer älteren Dame sehr freundlich empfangen) erstand ich kleine Magneten.
Rechtzeitig zur Schalteröffnung war ich am Bahnhof. Punkt 4: Der Schalter 1 schließt seinen Vorhang, der Schalter 2 öffnete den Vorhang - und es war eine andere Schalterbeamtin da. Alle Menschen zeigten für den Fahrkartenkauf ihren Reisepass vor, auch die die nur nach St.Petersburg fuhren. Ich hatte zwar auch meinen Pass mit, zeigten ihn aber nicht her - und bekam auch von Vorzeigen die Fahrkarte für die 3-stündige Zugfahrt - pro Person 425 Rubel, also 6,50 €.
Punkt 17:04 startete der Zug und hielt bis 20:00 Uhr an 32 Haltestellen. Das Stehenbleiben des Zuges war jedes Mal mit einem ruckartigen Stopp verbunden, so als ob der Zug auf einen Block aufgefahren sei.
Jeder Waggon hatte seinen Kontrollpersonal, das aus 2 Wächtern bestand. Der Schaffner kam von hinten rein und sein Begleitwächter ging durch den Waggon und versperrte durch seine Anwesenheit den Ausgang. Und das war in jedem Waggon so. Von "unserem" Schaffner wurden wir (obwohl bereits abgestempelt) 3x kontrolliert. Nach der Hälfte der Haltestellen tauschten die Kontrollorgane der Waggons und wir wurden neuerlich kontrolliert. Also Kontrolle rund um die Fahrt. Beim Verlassen des Bahnhofs wurden wir nochmal kontrolliert. Die Zugerfahrung von M ist nicht groß, er wartete schon auf den Bahnhof in St.Petersburg (das auf >Russisch St.Petersburg - also ohne s - heiß).
Raus aus dem Bahnhof und rein in ein Taxi (natürlich ein inoffizielles Taxi), das uns um 1000 Rubel (15 €) zum Hotel führte. Da ich gesundheitlich sehr angeschlagen war, benutze ich gleich mal das Bett - holte mir im Pyjama von der Rezeption noch eine 2. Decke, die mit einem Heizbläser gebracht wurde. Ich füllte noch das Frühstücksmenü aus (Kaffee mit heißer Milch, Orangensaft, Toast, 1 weiches Ei, Butter und Marmelade).

17.06.2017
St.Petersburg
Der gestrige Tag begann mit blauem Himmel, Sonnenschein ab 04:00 Uhr und blieb den ganzen Tag so.
Rückschau auf vorgestern: die Magneten benötigte ich zum Befestigen einer Geocacher-Dose (hier eine Filmdose) am Bahnhof hinter einem Elektrokasten. Da die Magneten sehr schwach waren, hinterlegte ich die Dose ohne Magnet. Bei geocaching.com habe ich die neue Dose angemeldet und in wenigen Stunden wird diese Dose auf der Cacherkarte erscheinen. Das Leben einer solchen Dose ist oft kurz. Sie kann verschwinden, sie kann nass werden, sie kann herunterfallen usw. Dann schau ma mal, wie es dieser Dose geht.
Ich habe vor St.Petersburg 3971 Geocaches gefunden. Wenn nun in St.Petersburg der 4000. Fund zu verzeichnen wäre, dann ist das dafür ein würdiger Punkt - aber wie gesagt, schau ma mal.
Gestern bin ich um 7:00 Uhr aus dem Hotel (Art-Hotel Mochovaya) und zu den naheliegenden 2 Caches marschiert. Einer war dann leicht gefunden. Der zweite bei einer Pagode (ja, es gibt hier eine Pagode!) am Dach. Ich schaute, ich checkte, aber die Dose fand ich nicht - oje. Also ein Fehlschuss.
Um 09.00 Uhr trafen wir uns zur gemeinsamen Stadtrundfahrt im Hotel. Heute war Hopp-On-Hopp-Off mit einer Schifffahrt dran. Das Hotel liegt zwischen 2 Metrostationen. Da ich unbedingt mit der Metro fahren wollte, sind wir vom Hotel zur Station in die entferntere Richtung gegangen. Hier rollten wir auf der langen Rolltreppe nach unten. Die Petersburger Metro ist eine der tiefsten der Erde. Da das Gebiet ein Sumpfgebiet ist/war musste die U-Bahn in bis zu 100 m Tiefe in den Felsen gebaut werden. Am Ende der Rolltreppe sitzt in einem Kästchen eine Dame und beobachtet am Monitor und auf Echt die Rolltreppe, wahrscheinlich aber eher die Personen auf der Treppe. Die Kontrolle ist perfekt, Videokameras überall - und wenn man einen Kaffee an einer Bude kauft, ist dort eine Kamera auf den Kunden gerichtet. In so einem Umfeld ist es nicht leicht, ohne Argwohn zu erregen, nach Dosen zu suchen.
Einmal umsteigen dann waren wir am Ziel (nämlich genau dort, wo ich ohne Metrofahrt vom Hotel aus in die andere Richtung gegangen wären). Der Hopp-Bus wartete schon und rein ging es aufs Oberdeck. Die besten Plätze also ganz vorn (unter Dach) waren frei - es war sowieso alles frei, aber eben diese auch.
Langsam bewegte sich der Bus im dichten Verkehr. Nach 20 Minuten hoppten wir bei der Blutskirche off. Diese Kirche beeindruckt durch ihre Zwiebeltürme (so wie am Roten Platz). Eine lange Schlange an der Kassa "zwang" uns zu einer Kaffeepause (mit Videokamera). Bei dieser Kirche musste ich für einen Cache (ein Earthcache ohne Dose) aus einem bestimmten Winkel die Anzahl der von dort sichtbaren Zwiebeln zählen. Das tat ich und schickte dem Owner die Antwort per Mail und dann konnte ich mich im Internet eintragen. Hier wollte ich ohne Eintrittskarte um die Kirche herumgehen (innerhalb des angebrachten Zaunes), wurde aber sofort zurückgepfiffen. Also besorgten wir uns für das Kircheninnere an der jetzt ohne Schlange existierenden Kassa die Billeti. Beim Drehkreuz saßen 3 Kontrolleure in einem kleinen Kammerl und prüften die Leute, bzw. ob diese den Strichcode der Eintrittskarte richtig auf den Scanner hielten - wahrscheinlich hatte einer zu kontrollieren, der zweite kontrollierte, ob der erste Kontrolleur richtig kontrollierte und der dritte trug die Verantwortung (in Wirklichkeit starrten sie gemeinsam auf ein Handy). Die Kirche selber war beeindruckend, aber das kannst Du ja sowieso selber erleben, wenn Du Deine St.Petersburgreise machst.
Da das nächste Ziel des Hopp-Buses in fußläufiger (welch schöne Wort) Entfernung war, marschierten wir weiter. Auf dem großen Platz und dessen Umgebung, der von James Bond total zerstört wurde, genossen wir das weite Panorama - anstelle eines leeren Platzes (verkehrsfrei) war eine riesige Bühne für eine Veranstaltung im Aufbau. H und M besuchten daraufhin die Bildersammlung in der Eremitage. Ich zog weiter um in den nächsten Stunden meine (mir selbst gestellte) Aufgabe zu erledigen.

17.06.2017
St.Petersburg
Zuerst marschierte ich entlang des Admirality Embankment und studierte den Ausblick auf die Peter-und-Paul-Festung und die vielen Touristen-Schiffe, die dort verkehrten. Nahe meinem ersten Ziel war eine Hochzeit im Gange. Die Braut führte ein sicher noch wichtiges Ferngespräch, ob der Mann neben ihr der Zukünftige war oder das Telefonat dem Kommen des Zukünftigen galt, blieb mit verschlossen. Am Ufer fand ich dafür Reste einer "Polterparty" - Sektflaschen, ob das dazu passende Brautpaar war? Auf alle Fälle habe ich die Dose danke meines Seniorentools (eines Spiegels) gut gefunden.
St.Petersburg wurde mehrmals von Fluten erfasst, auf die jeweilige Höhe und Jahreszahl weist eine Säule an einem der Kanäle hin. Immerhin bis über 4 m über Normalstand waren dort abzulesen.
Der nächste Zielort war ein reizvoller Platz, eine Fußgängerbrücke deren Hängeseile aus dem Maul von 4 Löwen kommen. Hier suchte ich lange, fand aber nichts - am Abend habe ich im Internet gelesen, dass die Dose doch noch da ist - also muss ich morgen wieder hin.
Zurück zu den Eremitage-Besuchern machten wir uns auf die Bootstour zu machen. Langsam tuckerten wir dahin, ein erhoffter Ausschank am Schiff blieb bei Wasser, Cola, Fanta - kein Bier aus. Die erklärende Stimme aus dem Lautsprecher wusste ununterbrochen etwas zu erzählen. Nur unser russisch war halt zu wenig dafür. Vom Boot aus sieht man halt immer das gleiche - Paläste an den Kanälen - andere Schiffe, Autos, die stauen - also nicht so interessant für uns. Nach 1 Stunde Berieselung beendeten wir die Fahrt.
Und was tun? Natürlich wieder in Sachen Caches unterwegs sein.
Auf den Zebrastreifen gib es für je eine Richtung einen eigenen Übergang, der mit Pfeilen gekennzeichnet ist. Ist der Zebrastreifen schief angelegt, dann zeigen die Pfeile irgendwohin, nur nicht in die Gehrichtung (Bild 2). Offenbar gibt es für schiefe Pfeile keine Schablone.

18.06.2017
St.Petersburg
Das Frühstück im Hotel wird im Zimmer serviert, wobei hier kein Platz ist. Daher steht das Tablett mit Inhalt, das man am Vorabend definieren muss, am Bett. Die Zubereitung erfolgt in einer kleinen Küche am Flur, die 1 Wasserkocher (für Tee und Kaffee), 1 Mikrowelle (zum Eier und Würstel wärmen), 1 Kühlschrank und einer Schneidemaschine. Nicht vergessen den Toaster. Es gibt dann 1 oder 2 weiche bzw. harte Eier, 1 Kanne Kaffee, 1 Butterdeggerl (Tiegel), 1 Marmeladedeggerl, 2 halbe Scheiben Käse UND 2 Scheiben Toast. Es gibt aber keinen "Arbeitsteller", sodass der Toast auf der Untertasse (oder in der Luft gestrichen werden muss).
Überall in der Stadt sind FIFA-Fan Zonen eingerichtet, sodass auf größeren Plätzen immer die Hälfte gesperrt ist.
Früh machte ich mich wieder auf um mit einer der elendslagen Rolltreppen in die Tiefe zu tauchen. Diesmal konnte ich (unbemerkt) eine Dame in ihrem Rolltreppenkontrollhäuschen fotografieren.
Auf der Insel Peter-und-Paul-Festung lagerten schon um 07:00 Uhr Menschen am "Badestrand" (in der Newa), manche sogar im Wasser und streckten ihre Körper der Sonne entgegen. Einige sind (nachdem ich hier einen Cache gefunden hatte) bei meiner Rückkehr genauso gestanden wie beim Hinweg.
Am Sandstrand der Festung waren mir am Vortag (beim Schifferlfahren) große Sandbauten (siehe Foto vom Vortag) aufgefahren. Dort wollte ich hin, wurde aber nachdem ich schon weit dahin marschiert war durch einen Veranstaltungszaun und einen Wachmann blockiert. Er zeigte mit den Vychod (Ausgang), der eben dort war, wo ich hergekommen war. Ich sah nichts von den Sandburgen, aber drei Militärlaster (daher die schwarzen Kennzeichen), die offensichtlich die Bagger zum Sandburgbauen gebracht hatten.
Um 10:00 Uhr wurden wir von einem Team von Sergej abgeholt, der uns in diese außen liegenden Sehenswürdigkeiten Peterhof (Schloss und Park) und Pushkin (Katharinenpalast und Park) zeigte. In einem schwarzen Mercedes-Kleinbus (sehr komfortabel), gelenkt von Igor (der hieß so, wie eine frühere Katze von uns), informiert von Veronika düsten wird direkt vom Hotel los nach Westen.
In Peterhof angekommen war dort schon high life. Punkt 11:00 Uhr begannen die Wasserspiele zu spritzen. Hohe Fontänen, niedrige Fontänen, Wasser aus allen Öffnungen spritzen in die Brunnenbecken. Um das Wasser zu bekommen wurde ein Fluss durch den Park geleitet. Nach ca. 500 m rinnt dass das ganze Wasser in die Ostsee. Tausende Besuchergruppen hielten ihre Handys in die Höhe um das Ereignis zu filmen. Begleitet wurde das Ganze mit einer festlichen Musik. Bei der Wanderung durch den Park kamen wir an weiteren Wasserspielen vorbei - einen Wasserpilz (eigentlich ein Regenschirm), Sitzgelegenheiten, die nach Zufall angespritzt wurden, eine Rutsche (nur zum Anschauen) mit Schachbrettmuster, und (seltsamerweise) auch einen Geocache. H und M blieben beim Kegelbrunnen und Veronika und ich düsten zum abgelegenen Teil des Brunnes um die Dose zu bergen. Ich erklärte ihr das System, fand auch die Dose, sie fotografierte die Dose und schon waren wir wieder zurück. Warum sie mit mir mitgegangen war? Weil sie Angst hatte, ich würde mich verlaufen!!!!
Bei der Figur des Peter (des Großen) konnte man in den Stiefelschaft von hinten eine Münze einwerfen, um dann Glück zu erwerben. Natürlich traf ich nicht und die Münze landete im Sand - war aber trotzdem binnen kurzem weg (ein guter Nebenverdienst für fleißige Kinder).
Nach einer kleinen Pause mit Imbiss erwartet uns Igor schon. Beim Einsteigen bemerkte ich ein spezielles Autokennzeichen, das ich nicht gleich identifizieren konnte - also musste schnell ein Foto her.
Unser nächstes Ziel war der Ort Pushkin im Süden. Dort ist das Schmuckstück der Katharinenpalast. Veronika hatte gleich die Eintrittskarten organisiert und führte uns durch die Prunkräume. Dort konnte man auch fotografieren. Der für mich interessanteste Raum ist das Bernsteinzimmer - Fotografierverbot. Und was verboten ist, wird auch streng kontrolliert. In jedem Raum saßen, standen Aufpasserinnen mit strenger Miene - immer weibliches Personal [M sagte, dass für verantwortungsvolle Kontrollaufgaben meist Frauen betraut werden, was Männer das eben nicht so genau nehmen. Ob das jetzt eine geschlechtsbezogene unkorrekte Aussage war, soll dahin gestellt werden. Aber ÜBERALL wird man von Frauen kontrolliert, auch im Sägewerk waren meist Frauen in der Beobachter-Kontroll-Funktion tätig. Und schon muss ich klein beigeben, denn gestern am Abend wurde ich von einem MANN(!) beim Betreten der Metro kontrolliert und mein Rucksack durchleuchtet.]
Im Bernsteinzimmer angekommen bewunderte ich die Wandverkleidung. Das Besondere an diesem Zimmer ist, dass es ein Nachbau ist. Das Original liegt (weil könnte es anders sein) unter anderem auch im Salzburger Land. Unbedingt lesen.
Ach ja, und wir mussten so nette braune Plastiksackerl-Patschen anziehen. Ich kenne das eher mit Filzpatschen.
Mich fasziniert in Schlössern immer auch der Boden. Wie viele Muster es da gibt, die dann auch handwerklich wunderschön gearbeitet sind.
Nach einer Pause im Hotel bekrönten wir den Tag in einem (Nobel???)-Lokal mit (Nobel!!!)-Preisen mit einem Abendessen.
Als ich für einen weiteren Cachermarsch aus dem Hotel kam, standen da drei junge Damen, die mich erwartungsvoll und freudig mit "Alexej???" begrüßten. Ich musste ihnen leider absagen. Sie wollten doch wissen, woher ich sei, ob ich alleine sei, ob ich mich so ohne Begleitung nicht fürchten würde, eine hat sich bereit erklärt, mir altem Mann die besonderen Plätze der Innenstadt zu zeigen, offenbar hatte sie bei meinem Erscheinen gleich den Alexej vergessen. Aber natürlich konnte ich diese Dame nicht zu meinem Hobby mitnehmen, da würde ihr sauber fad werden. Also blieb ich auf meiner Wanderung in die nördlichen Bezirke allein.


18.06.2017
Pulkovo
Das "Problem" mit den weißen Nächten ist folgendes: Ich bin um 19:00 Uhr aus dem Hotel und zuerst zur Tram 3, dann mit dieser bis zum Leninplatz und von dort mit der Metro weiter zum nächsten Platz. Mit der Zeit bin ich ein ausgefuchster Öffibenutzer geworden. Mehrmals war ich mit dem Bus (jede Fahrt 40 Rubel), mit der Tram (jede Fahrt 40 Rubel) und mit der Metro (jede Fahrt 45 Rubel) unterwegs. Dann wusste ich auch, welches Verkehrsmittel ich nehmen musste um dorthin zu kommen, wo ich hinwollte.
Und jetzt das mit den weißen Nächten: nach einigen Cachen schaute ich auf die Uhr - 22:30 Uhr!!! Und es war so hell, wie um 6 Uhr abends. Da hätte ich mich schön verschätzt. Und jetzt der Clou an diesem Problem. Die Öffis hören zwischen 22:00 und 23:00 Uhr auf zu fahren. Daher machte ich mich sofort zum Rückweg auf. Aus der ersten Tram, in die ich Richtung stadteinwärts stieg, wurde ich sanft entfernt - sie fuhr in die Remise. Also bin ich in den nächsten Bus gestiegen und sagte nur "Metro". Die Schaffnerin verstand und sagte mir, in 3 Stationen auszusteigen. Nur war diese Station gesperrt - Umbau, Das dürfte der Schaffnerin entgangen sein. Also rein in den nächsten Bus und das Ziel "Metro" kundgegeben. Diesmal war es ein Mann, der mir bedeutete, ich solle mich hinsetzen und sagt mir, wann es zum Aussteigen sei. Und das war es dann. Raus aus dem Bus und rein in die Metro an Petrogradska. Der Bus war dann schon ziemlich leer. In der Metro erlebte ich es dann, dass die 100 m lange Rolltreppe für mich allein in Betrieb war - nichts desto trotz saß die Dame in ihrem Glaskasten und kontrollierte. Endlich um 23:30 kam ich zum Hotel und brachte nicht mehr einen Bericht zusammen.

19.06.2017
Daheim
So! Heute [eigentlich gestern, weil jetzt ist schon morgen, was auch ein Blödsinn ist, weil morgen wird immer sein und es ist immer heute - man sieht, auch ich kann leicht philosophische Anwandlungen haben] sitz ich wieder zu Hause und berichte über gestern. Um 12:00 Uhr war das Zimmer zu verlassen. Daher um 06:00 frühstücken, und dann mit der Tram 3 (die in der Früh noch nicht kam und ich daher mit einem Bus fahren musste - Nr.48 glaub ich). Ziel war die Löwenbrücke, wo ich vor zwei Tagen schon gewesen war. Die Dose hatte ich damals schon berührt, aber eben nicht als Dose erkannt. Diesmal war es ein Sekundenfund - und ich freute mich.
Bei einer Metro-Station war der Gegenrichtungstunnel verschlossen. Die Gegenrichtung hatte offenbar einen neuen Tunnel 1 Stock höher bzw. tiefer bekommen.
Die Dachrinnen sind gewaltige Röhren und das in einer großen Anzahl. Das Regenwasser ergießt sich auf die Gehsteige und von dort ins Meer - eine Kanalisation für das Oberflächenwasser lässt sich nicht machen und ist auch nicht notwendig. Bei Regen steht also die Straße etwas unter Wasser, was die hohen Bordsteinkanten notwendig macht. Laut unserer Ausflugsleiterin Veronika gibt es in St.Petersburg 60 Sonnentage im Jahr (4 davon haben wir genossen).
Ein Alarmkasterl für die Polizei hängt irgendwo mitten in der Hauswand, für mich neu dabei ist die eingebaute Kamera. Kameras gibt es ja überall - BP (Big Putin) is watching us (oder sollte es doch SP heißen, weil groß ist er ja nicht, aber watchen tut er!).
Es gibt sie, die Hausmauern, die fast nur aus Mauern bestehen und beinahe keine Fenster haben.
Einige weitere Caches führten mich in Hinterhöfe, die dem Verfall, dem Müll, der Zerstörung entgegensehen. In einem dieser Höfe wird populärer (lokaler?) Musiker gedacht - eine Stiege ins nichts, ein rostiges Auto, Bierflaschen, vergitterte Fenster, bröckelnde Mauern, zerfallende Mauern.
Mitten auf der Brücke hat ein Bus seinen Geist (eigentlich die Luft) aufgegeben und wurde vor Ort behandelt.
Natürlich kam ich auch (cachenderweise) an Sehenswürdigkeiten vorbei - die roten Säulen mit den Schiffen und den Bugfiguren (diese sind weiblich). Die kleine grüne Dose war an einem Wächterhäuschen auf der Rückseite angebracht.
Auf den Gehsteigen sind Werbungen aller Art aufgepinselt - Stadtführungen werden dort angepriesen, aber auch Dienste anderer Art, von einem Café, von Love, Julia, Katja, Massage.
Ein Radfahrer hatte hinten am Sitz eine Schild mit der Aufschrift "Bike" - wird das die Zukunft sein, dass man sein (normales) Fahrrad als Bike beschriftet, im Gegensatz dazu die e-Bikes (Stromradler)?
Bei einem Zahnarzt (CK-Dent) war vor der Haustür ein Zahn in Sitzgröße aufgestellt. War das der Warteraum? Warum ist der Zahn schwarz?

Es war dann Zeit, zurück zum Hotel zu fahren, gehen und uns zum Flughafen Pulkovo zu begeben. Ein Taxi war von der Rezeptionsdame bestellt - der Fahrer aus Usbekistan stellte am Handy das Ziel ein und düste los. Er war ein Könner seines Faches, links in den Spiegel schauen, links blinken, Spur wechseln, rechts in den Spiegel schauen, rechts blinken, Spur wechseln, links überholen, rechts überholen, und das in ununterbrochener Reihenfolge, dazwischen ein Blick und ein Tipp auf das Navi, dann den Radio eingeschaltet, usbekische Musik eingestellt, bei dem Lieblingsstück etwas lauter gestellt - fast waren wir versucht als Beifahrer mitzuschunkeln. Nach 40 Minuten waren wir beim Flughafen. Diese Fahrt kostete 745 Rubel (wir hielten 1000 Rubel als angemessen). [Zur Erinnerung, bei der Taxifahrt in St.Petersburg vom Bahnhof zum Hotel 10 Minuten hatten wir 1000 Rubel zahlen müssen].

Dann rein - Kontrollen, Kontrollen, Kontrollen - und dann das Ende der Reise in München.

19.06.2017
Daheim - Abschluss
Damit ist dieser Reisebericht abgeschlossen.
Mein Ziel den 4000. Cache in Russland zu machen habe ich nicht erreicht. Es waren 18 Caches, die ich dann gefunden und 1, den ich hinterlegt habe. Da bin ich neugierig, wann der zum ersten Mal gefunden wird, denn der ist ja in der "Pampa".

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Nachher